Arbeitskreis Trier

Digitale Bewerbungen - Theorie und Praxis

Termindetails

Datum: 24. Oktober 2018

Veranstaltungs-Nummer: 18LSW14002

Uhrzeit: 14:30 bis 16:30 Uhr

Ort: Agentur für Arbeit, 54292 Trier

Leitung: Adele Müller & Ulrike Schröder

Anhang/Programm (PDF): Digitale Bewerbungen - Theorie und Praxis 2018

Beschreibung

Digitale Bewerbungen - Inhalt und Form bleiben auch im Netz wichtig

Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT TRIER hat in einem Seminar über Möglichkeiten und Fallstricke bei digitalen Bewerbungen informiert.

Trier – Die perfekte Bewerbung, die als Muster auf jedes Unternehmen passt, existiert nicht. Darüber herrschte bei den Teilnehmern des Seminars in den Räumen der Arbeitsagentur Trier weitgehende Einigkeit. Dennoch gibt es etliche Punkte, die beim potentiellen Arbeitgeber grundsätzlich positive beziehungsweise negative Eindrücke hinterlassen. Durch die zunehmende Umstellung von Bewerbungsverfahren von der Papier-Form auf Internet-Portale oder E-Mail-Versand haben sich einige dieser Punkte verschoben oder werden durch neue ersetzt. Genau darum ging es bei dem Seminar, zu dem der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT TRIER eingeladen hatten. Zu Gast bei der Arbeitsagentur waren 26 Lehrerinnen und Lehrer weiterführender Schulen aus der Region - vor allem der Fachbereich Deutsch und Verantwortliche für die Berufsorientierung waren vertreten. Adele Müller von SCHULEWIRTSCHAFT bzw. Agentur für Arbeit und Ulrike Schröder von SCHULEWIRTSCHAFT bzw. dem Institut für Talententwicklung führten in das Thema Digitale Bewerbungen ein. Anschließend berichteten Firmenvertreter von „Möbel Martin“, „Sparkasse Trier“, „Elektro Bloeck“ und „Westnetz“ über ihre Erfahrungen aus der Bewerbungspraxis.

 Beispiele für Bewerbungen, die nicht gut ankommen, lieferte unter anderem Simon Terres vom Trierer Handwerksbetrieb „Elektro Bloeck“. Er zeigte einige anonymisierte Fälle, die auf Basis von tatsächlich beim Unternehmen per E-Mail eingesendeten Dokumenten beruhten. Ebenso wie bei der Papier-Mappe hinterlassen auch bei Computer-Dokumenten ein völlig wirres Layout, Rechtschreibfehler oder mangelnde Informationen zu eigenem Werdegang und Fähigkeiten einen negativen Eindruck. „Immer wieder kommt es auch vor, dass sich junge Menschen für Ausbildungsgänge bewerben, die wir gar nicht anbieten. Sich vorab über das Unternehmen zu informieren, wäre schon hilfreich“, meinte Terres. Trotz verkorkster Bewerbungsunterlagen biete er den Jugendlichen aber in der Regel ein persönliches Gespräch an: „Ich spreche sie dann auf die Schwächen in der Bewerbung an. In manchen Fällen kann die richtige Reaktion hierauf das Bild noch einmal zum Positiven wenden.“

So duldsam sind indes nicht alle Arbeitgeber. Bei der Sparkasse Trier wird beispielsweise schon in der ersten Runde des Bewerbungsverfahrens über das unternehmenseigene Online-Portal gefiltert. Wer die Regeln dieses Portals missachtet oder die angeforderten Daten nicht liefert, wird automatisch ausgeschlossen. Diese Form von Online-Formularen hält häufig besonders viele Tücken bereit, erläuterte Ulrike Schröder bereits in ihrem Einführungsvortrag. „Auf manchen dieser Seiten kann man zwischenspeichern, auf anderen nicht. Einige gestehen den Bewerbern sogar nur einzigen Versuch beim Ausfüllen zu“, riet sie dazu, sich vorab sorgfältig zu informieren.

Auch die richtigen Dateiformate bei angefügten Zeugnissen oder Fotos können eine Rolle spielen. In der Regel werde von Unternehmen eine einzelne pdf-Datei für alle Text-Dokumente und das Foto im jpg-Format gewünscht. Die Notwendigkeit eines Bewerbungsfotos entfalle zwar in jüngster Zeit bei einigen Arbeitgebern – insbesondere im Raum Köln sie dies gerade sehr verbreitet. Wird es aber gewünscht, so sollte auf ein seriöses Erscheinungsbild geachtet werden: Selfies mit dem Smartphone vor dem Hintergrund des eigenen,  nicht aufgeräumten Zimmers kommen schlecht an. Zahlreiche weitere Punkte dieser Art wurden beim Seminar angesprochen: Wie bringe ich meine Unterschrift sauber in eine digitale Form? Welche Bedeutung hat das Anschreiben? Im Austausch mit den Vertretern der Wirtschaft hakten die Lehrer anschließend nach, wie das Bewerbungsverfahren in den vertretenen Unternehmen  gehandhabt wird.